Der Club of Rome empfiehlt die GWÖ als Lösungsansatz

Der deutsche Titel des neuen Lageberichts des Club of Rome lautet jetzt optimistischer „Wir sind dran“ (engl. Titel:  „Come on“) , erläutert der renommierte Naturwissenschaftler und Vorsitzende des Club of Rome, Ernst Ulrich von Weizsäcker. Das heiße „erstens, wir sind jetzt an der Reihe und zweitens, wenn wir nicht das Richtige tun, dann sind wir dran.“

Im Kapitel 3.12.4 (deutsche Ausgabe) geht es um die GWÖ als Lösungsansatz um den Kollaps der globalen Wirtschaft zu vermeiden.

Siehe Auch:

GWÖ – 3. Teil Nachhaltigkeitsreihe
Gemeinwohl-Bilanz und DNK erfüllen die CSR-Richtlinie
Neuerscheinung: CSR- und nachhaltige Innovation
Die Gemeinwohl-Bilanz

Gemeinwohl-Bilanz und DNK erfüllen die CSR-Richtlinie

Inzwischen erfüllen zwei Nachhaltigkeits-Berichts-Standards nachweislich die "CSR-Richtlinie" bzw. das CSR-Richtlinien-Umsetzungs-Gesetz (CSR_RUG). Weitere Informationen zum CSR-RUG hier.

Die Rechtsgutachten zu den beiden Berichts-Standards GWÖ und DNK sind unten zu den jeweiligen Standards verlinkt. Die Gemeinwohl-Bilanz und der DNK sind damit Vorreiter-Berichts-Standards im Hinblick auf Transparenz zur Erfüllung der gesetzlichen Anforderungen.
Beiden Standards wird die rechtliche Erfüllung der Richtlinie bestätigt.

Direkt-Links zu den Gutachten:

Auch interessant:

GWÖ - 3. Teil Nachhaltigkeitsreihe
DNK - 1. Teil Nachhaltigkeitsreihe
Neuerscheinung: CSR- und nachhaltige Innovation
EU CSR-Berichtspflicht

Zwei Megatrends unserer Zeit: Digitalisierung & Nachhaltigkeit!

Also mindestens zwei gute Gründe sich mit diesen Themen zu beschäftigen. In diesem Beitrag möchten wir die Frage diskutieren wieviel Nachhaltigkeit eigentlich in der Digitalisierung steckt?
Bei der Digitalisierung geht es nicht weniger als um eine Revolution – die 4. Industrielle Revolution. Dies hat Auswirkungen auf unsere Gesellschaft und Wirtschaft und verändert diese von Grund auf. Das gilt branchenübergreifend in der Produktion, bei Dienstleistungen, im Handel und im Verkehr sowie letztendlich im Verhalten der Konsumenten.

Für Unternehmen bedeutet dies, sich an schnelllebigen Märkte sowie an neue Mitbewerber mit neuen digitalen Geschäftsmodellen anzupassen. Somit werden sich ganze Wertschöpfungs- und Geschäftsprozesse zwischen dem Unternehmen und seinen Stakeholdern/Berührungsgruppen verändern. Um neue Kunden und motivierte Mitarbeiter zu gewinnen und zu halten, sowie neue Produkte und Services zu entwickeln müssen Unternehmen eine ganz neue Innovations- und Unternehmenskultur entwickeln.  Dabei hat die Kundenzentriertheit mit einem Strategiewechsel weg von einer Angebots- hin zu einer Nachfragestrategie einen besonderen Stellenwert.

Im privaten Bereich lassen sich die Auswirkungen der Digitalisierung u.a. mit dem Begriff „Smart Living“ beschreiben. Dabei geht es um digitale Unterstützung durch vernetzte, automatisierte Technik, die bei der Optimierung des Einsatzes von Zeit und Ressourcen hilft – vom vernetzten Kühlschrank über die Share-App bis zum Fitness-Armband.

Wieviel Nachhaltigkeit steckt nun also in der Digitalisierung?

Effizienz (-gewinn) ist oft ein Hauptargument für Digitalisierung. Sicher, einzelne Prozesse lassen sich effizienter gestalten führen jedoch nicht notwendigerweise zu einer höheren Effizienz der gesamten Wertschöpfungskette. Gerade Informations- und Kommunikationstechnik, wie Computer und Handys, zeichnen sich ja durch einen hohen Einsatz von Ressourcen aus (u.a. Metalle der seltenen Erden; Edelmetalle).
Wichtig ist also, wie viele und welche Ressourcen für diese Produkte selbst aufgewandt werden müssen und wie das nachfolgende Recycling der Produkte und letztlich die Rezyklierung der Ressourcen gestaltet wird. Zudem spielt neben der Effizienz die Suffizienz (Ressourcen zu schonen) eine entscheidende Rolle, eine „sinnvolle“ Kreislaufführung von Ressourcen und die Hinterfragung von Konsumgewohnheiten, auch um Reboundeffekte zu vermeiden wird immer wichtiger.

Wie hoch also sind Material- und CO2-Footprint der Digitalisierung wirklich? Wie können wir sie beeinflussen? Die Beantwortung dieser Fragen ist wesentlich/kann helfen um in Zukunft die gesamte Wertschöpfungskette nachhaltiger zu entwickeln.
Bei allen Veränderungen und Anpassungen ist die Digitalisierung kein Schicksal, sondern muss gestaltet werden. In unseren Augen im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung, im Zusammenspiel von ökonomischer, ökologischer und sozialer Entwicklung.  Dann ist sie eine Chance für uns und für die kommenden Generationen.

Wie gestaltet man also eine (industrielle) Revolution? Dazu braucht es vor allem drei Faktoren:
Bestehendes in Frage stellen, Verbündete, gemeinsame Werte

…und daran arbeiten wir!

 

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Employer Branding
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GWÖ – 3. Teil unserer Nachhaltigkeitsreihe

Im dritten Teil unserer Reihe Nachhaltigkeits-Standards stellen wir die Gemeinwohl-Ökonomie (GWÖ) vor.

Eine ethische Marktwirtschaft
Die Gemeinwohl-Ökonomie ist ein neues Wirtschaftsmodell, welches das Gemeinwohl als übergeordnetes Ziel einer Gesellschaft formuliert. Anhand der Umsetzung ethischer Werte wird es gemessen. Unternehmen und Organisationen, als Teil der Gesellschaft, können ihren Beitrag zum Gemeinwohl mit Hilfe der Gemeinwohl-Bilanz bewerten bzw. bilanzieren. Die Gemeinwohl-Bilanz stellt damit eine Ergänzung der Finanzbilanz dar und ist ein Bewertungssystem unternehmerischer Nachhaltigkeit.
Die relevanten ethischen Werte entsprechen den häufigsten Verfassungswerten demokratischer Staaten.

Die ethischen Werte
Die häufigsten Verfassungswerte demokratischer Staaten sind Menschenwürde, Solidarität, ökologische Nachhaltigkeit, soziale Gerechtigkeit, Demokratische Mitbestimmung/Transparenz. In der Gemeinwohl-Bilanz wird die betriebliche Umsetzung dieser Werte im Hinblick auf die Berührungsgruppen (auch Stakeholder genannt) transparent dargestellt. Dadurch ist der Stakeholderansatz integraler Bestandteil der Gemeinwohl-Bilanz. Der Stakeholderansatz ist ein Konzept, nach dem die Unternehmensführung nicht nur die Interessen der Anteilseigner (Shareholder), sondern aller Anspruchsgruppen, ohne deren Unterstützung das Unternehmen nicht überlebensfähig wäre, zu berücksichtigen hat. Dieser umfassende Ansatz gilt als einer der aktuellsten Grundsätze der Unternehmensführung.

Die Gemeinwohl-Ökonomie als Alternative für ein neues Wirtschaftsmodell wurde partizipativ von UnternehmerInnen basierend auf dem Buch „Neue Werte für die Wirtschaft“ von Christian Felber (2008) entwickelt und im Jahr 2010 als Erstausgabe der „Gemeinwohl-Ökonomie“ (Felber, 2010) veröffentlicht.

Die Methodik
Die Methodik der Gemeinwohl-Bilanz gliedert sich im Wesentlichen in drei Schritte: (1) Berichterstellung, (2) Bewertung inkl. Plausibilitätsprüfung und (3) Veröffentlichung des Berichts inkl. der Bewertung („kurz gesagt, ein ganzheitlicher Nachhaltigkeitsbericht wird durch ein Unternehmen erstellt und durch externe Auditoren bewertet und veröffentlicht“).
Anhand von 17 Hauptindikatoren wird über den Beitrag zum Gemeinwohl berichtet. Durch die Zielsetzung auf das Gemeinwohl gibt der Gemeinwohl-Bericht eine gesellschaftliche Perspektive des berichtenden Unternehmens/Organisation wieder.

Kompatibilität
Die Gemeinwohl-Bilanz erfüllt nach aktuellem Stand die meisten Anforderungen der EU-Direktive (2014/95/EU) zur Offenlegung nicht-finanzieller Informationen. Durch den integrierten Stakeholderansatz funktioniert die Gemeinwohl-Bilanz als Unternehmensanalyse-, Unternehmensmess- und Organisationsentwicklungs-Instrument. Klassische Managementsysteme, wie z. B. das Qualitätsmanagement nach ISO 9001/2015 oder Umweltmanagement nach ISO 14001/2015 können mit ihren Strukturen eine gute Ergänzung für die Umsetzung der Gemeinwohl-Ökonomie sein.
Auch Nachhaltigkeitsberichte nach GRI-Standard werden direkt in der Gemeinwohl-Bilanz berücksichtigt und die Anforderungen des DNK (Deutscher Nachhaltigkeitskodex) und des UN Global Compact sind ebenfalls weitreichend durch eine Gemeinwohl-Bilanz mit abgedeckt.

Aus der Praxis
Welchen Nutzen/Vorteile und Wirkungen hat die Gemeinwohl-Bilanz auf die bilanzierten Unternehmen?

  • GeschäftsführerInnen bilanzierter Unternehmen erklären, dass der ganzheitliche Ansatz der Gemeinwohl-Bilanz ein sehr wichtiger Faktor für sie persönlich ist. Die Perspektive aus Sicht der Berührungsgruppen auf das Unternehmen verschafft einen umfassenderen Überblick und deckt nicht selten „blinde Flecken“ auf.
  • Die Gemeinwohl-Bilanz wird gerne als Organisationsentwicklungs-Tool genutzt. Die Geschäftsführung bekommt damit direkt die Fäden für das weitere Handeln und das nachhaltige Wirtschaften in die Hand. Für die Geschäftsführung wird Nachhaltigkeit direkt steuerbar.
  • Der hohe Grad an Transparenz der Gemeinwohl-Bilanz führt zu einer deutlicheren Außenwahrnehmung und die Unternehmen werden besonders von KundInnen und LieferantInnen vertrauensvoller wahrgenommen. Es entsteht eine emotionalere Bindung zum Unternehmen. Verschiedene bilanzierte Unternehmen melden bis zu 10% mehr Neukunden aufgrund der Gemeinwohl-Bilanzierung.
  • Die Auswahlverfahren für neue Mitarbeiter haben sich bei vielen Unternehmen nach einer Gemeinwohl-Bilanz signifikant vereinfacht und führen zu einem besseren matching (höheren Passgenauigkeit) der BewerberInnen zum Unternehmen, so dass sich der Aufwand der Auswahlverfahren deutlich reduziert. Ebenfalls hat die Einarbeitungszeit der neuen Mitarbeiter hat sich dadurch deutlich vereinfacht und verkürzt. In Filialunternehmen kommt es inzwischen vor, dass BewerberInnen sich gezielt bei einer bestimmten Filiale, aufgrund der Gemeinwohl-Bilanz bewerben.
  • Die intensive persönliche Einbindung von MitarbeiterInnen während der Berichterstellung fördert die Motivation und Identifikation mit dem Unternehmen. Die interne Kommunikation des Gemeinwohl-Berichts vermittelt den Mitarbeitern ein klareres Bild über „ihr“ Unternehmen.

 

Abschließen möchten wir diesen Beitrag über die Gemeinwohl-Bilanz mit einem zukunftsweisenden Zitat von Paul Polman (der vermutlich die Gemeinwohl-Ökonomie und die Gemeinwohl-Bilanz nicht kennt) schließen:

You will not be judged anymore only by the top line or bottom line results in your company. You will increasingly be judged by the contributions that you will make to society.
(Paul Polman, CEO Unilever, 2013)

 

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Siehe Auch:

DNK – 1. Teil Nachhaltigkeitsreihe
EMAS – 2. Teil Nachhaltigkeitsreihe
GRI – 4. Teil Nachhaltigkeitsreihe
Gemeinwohl-Bilanz und DNK erfüllen CSR-Richtlinie